
DAS SCHMUCKSTÜCK 1977: Madame Suzanne (Catherine Deneuve), Gattin
des Regenschirmfabrikanten Pujol (Fabrice Luchini), fühlt sich vernachlässigt.
Sie vergleicht sich mit einer "Potiche", einer Porzellanvase,
die keinerlei Funktion hat und nur hübsch anzuschauen ist. Auch Pujol
sieht in Suzanne lediglich ein dekoratives Schmuckstück. Viel lieber
vergnügt er sich mit seiner Geliebten oder im Nachtclub, beutet die
Arbeiter in seiner Fabrik nach Kräften aus und fühlt sich ganz
wie ein Grandseigneur.
Doch das Spiel hat ein jähes Ende, als Pujol einen Herzanfall erleidet. Suzanne übernimmt kurzerhand die Leitung der Fabrik, verordnet Wohlstand für alle und verbündet sich mit dem örtlichen Abgeordneten der kommunistischen Partei, Monsieur Babin (Gérard Depardieu). Und schon bricht die künstlich errichtete, wunderschöne Fassade zusammen. Zwar entpuppt sich Suzanne als die bessere Chefin, doch was Suzanne und ihr Sohn aus der Firma machen, darf nicht sein
Mit DAS SCHMUCKSTÜCK, dem Zuschauerliebling der Festivals in Venedig und Toronto, kehrt François Ozon ("Swimming Pool") zu seinen "8 Frauen" zurück. Er drehte mit Frankreichs Topstars eine grandios-ironische Satire über die Wohlstandsgesellschaft, die Gier nach Profit und Macht und vor allem den Wunsch, immer das letzte Wort haben zu wollen.

DAS SCHMUCKSTÜCK
Filmwebseite